Adventskalender 2018

Es ist wieder so weit: Bald öffnen sich die Türchen des Warrior Cats-Adventskalenders.
Dieses Jahr wollen wir euch eine besondere Freude machen und haben euch im Adventskalender einen fetten Leckerbissen versteckt, auf den ihr sonst noch lange, lange warten müsstet …  seid gespannt!
Am 1. Dezember geht es los.

Die Türen des Warrior Cats-Adventskalenders haben sich wieder geöffnet! Dieses Jahr wollen wir euch eine besondere Freude machen und haben einen fetten Leckerbissen versteckt, auf den ihr sonst noch lange, lange warten müsstet:  ganz exklusiv und ausführlich könnt ihr hier schon in das nächste Special Adventure »Tigerherz‘ Schatten« reinschnuppern – holt euch Tag für Tag einen neuen Happen ab, bevor sich die Türen nach Weihnachten wieder schließen.

Pssst: Am 24.12. wartet wie immer eine besondere Überraschung auf euch …

1

Dein Leckerbissen vom

1. Dezember

Der 1. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

2

Dein Leckerbissen vom

2. Dezember

Der 2. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

3

Dein Leckerbissen vom

3. Dezember

Der 3. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

4

Dein Leckerbissen vom

4. Dezember

Der 4. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

5

Dein Leckerbissen vom

5. Dezember

Der 5. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

6

Dein Leckerbissen vom

6. Dezember

Der 6. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

7

Dein Leckerbissen vom

7. Dezember

Der 7. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

8

Dein Leckerbissen vom

8. Dezember

Der 8. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

9

Dein Leckerbissen vom

9. Dezember

Der 9. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

10

Dein Leckerbissen vom

10. Dezember

Der 10. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

11

Dein Leckerbissen vom

11. Dezember

Der 11. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

12

Dein Leckerbissen vom

12. Dezember

Der 12. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

13

Dein Leckerbissen vom

13. Dezember

Der 13. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

14

Dein Leckerbissen vom

14. Dezember

Der 14. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

15

Dein Leckerbissen vom

15. Dezember

Der 15. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

16

Dein Leckerbissen vom

16. Dezember

Der 16. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

17

Dein Leckerbissen vom

17. Dezember

Der 17. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

18

Dein Leckerbissen vom

18. Dezember

Der 18. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

19

Dein Leckerbissen vom

19. Dezember

Der 19. Dezember war schon oder ist heute, deswegen gibt es ein Stückchen der Geschichte.

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

20

Dein Leckerbissen vom

20. Dezember

Sie sind leider etwas zu früh dran: 20 Dezember

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

21

Dein Leckerbissen vom

21. Dezember

Sie sind leider etwas zu früh dran: 21 Dezember

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

22

Dein Leckerbissen vom

22. Dezember

Sie sind leider etwas zu früh dran: 22 Dezember

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

23

Dein Leckerbissen vom

23. Dezember

Sie sind leider etwas zu früh dran: 23 Dezember

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

24

Dein Leckerbissen vom

24. Dezember

Sie sind leider etwas zu früh dran: 24 Dezember

Die diesjährige Adventskalender-Geschichte stammt aus:
Erin Hunter: WARRIOR CATS - Special Adventure. Tigerherz' Schatten.
© 2018 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel

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Noch geschlossen

Zu früh!

Sei geduldig und kuschel dich nochmal in deinen Bau. Dieses Türchen ist noch verschlossen. Komm an einem späteren Tag auf deiner Patrouille wieder vorbei!

1. Dezember

Mauuunz! Es geht los! Schnuppert mit der diesjährigen Adventsgeschichte in das neue Special Adventure zu Tigerherz hinein und erfahrt, welche Qualen den jungen SchattenClan-Krieger umtreiben.  

 

PROLOG:

 

Der schwarze Kater hatte diesen Traum schon ein paarmal gehabt. Ein Traum über einen Wald. Einen Wald, den er im richtigen Leben nie gesehen hatte und dessen Stille eine Katze, die in der Nähe von Donnerwegen aufgewachsen war, zermürben könnte.

Der Traum nahm immer mehr Kontur an, schon konnte er Kiefernnadeln unter den Pfoten spüren. Er vernahm modrigen Geruch. Brombeersträucher umschlossen die Lichtung. Bei den Bauen waren sie so dicht, als wären sie damit verwoben.

Katzen zwängten sich hinein und heraus. Einige überquerten die Lichtung, andere machten halt, um miteinander zu reden. Wieder andere tappten hungrig zu einem weit abgelegenen Frischbeutehaufen. Sie gingen dabei manchmal so dicht an dem schwarzen Kater vorbei, als würden sie ihn gar nicht sehen.

Und so war es auch. Er war ja nicht wirklich dort.

Jedes Mal, wenn er diesen Traum hatte, sah er immer genau diese Katzen vor sich. Er hatte gelernt, sie an ihren Pelzen zu unterscheiden. Nun brachte ein brauner Kater mit weißen Flecken und hellblauen Augen ein Bündel abscheulich stinkender Blätter zu einem Bau.

Ein alter, magerer Kater kam heraus und begrüßte ihn. »Ich bin froh, dass du gekommen bist.« Er schubste den anderen hinein. »Er hat die ganze Nacht gehustet.«

Auf der anderen Seite der Lichtung raunte eine schildpattfarbene Kätzin einem großen, hellroten Kater ängstlich etwas zu. Eine reinweiße Kätzin beobachtete das Geschehen mit gesträubtem Fell. Hinter ihnen traten drei junge Katzen beklommen von einer Pfote auf die andere.

Dem träumenden Kater prickelten die Ohren. Diese Katzen sind noch niemals in ihrem Leben so beunruhigt gewesen … und sie sind ratlos.

Angst flatterte in seinem Bauch. Wieso träumte er bloß von diesem Ort? Was konnte das bedeuten?

2. Dezember

Wir wünschen dir einen wunderbaren ersten Advent!

 

Während er noch überlegte, verschwamm der Wald vor seinen Augen, und der Boden unter seinen Pfoten schien zu wanken. Dann, plötzlich, gab er nach, und der Kater stürzte in die Dunkelheit.

Sterne wirbelten um ihn herum, bis er mit einem Ruck aufprallte und wieder festen Boden unter den Pfoten spürte. Er stand auf einer saftigen, grünen Wiese. Über ihm erstreckte sich bis zum fernen Horizont ein weiter, blauer Himmel.

Noch mehr Katzen. Der träumende Kater blinzelte, als er reihenweise Katzen sah, die sich vor ihm aufgestellt hatten. Ihre Pelze glitzerten im Sternenschein und ihre Augen blitzten begehrlich auf. Sie starrten ihn an. Vor Schreck straffte sich sein Leib. »Warum … warum könnt ihr mich sehen?«

Eine schwarze Kätzin schritt auf ihn zu und senkte den Kopf. Sie hatte ein glattes, glänzendes Fell, und ihr Körper war so muskulös, als hätte sie nie an Hunger und Kälte zu leiden gehabt. »Fürchte dich nicht«, sagte sie sanft. »Wir tun dir nichts.«

Ein breitschultriger, dunkel getigerter Kater gesellte sich zu ihr. »Im Gegenteil. Wir möchten, dass du etwas für uns tust.«

»Was kann ich schon tun?« Der träumende Kater schaute die beiden an. »Ich bin nicht wie ihr …«

»Du kümmerst dich doch um andere, oder?«, fragte die schwarze Kätzin.

»Ich versuche nur, ihre Krankheiten zu lindern und ihre Wunden zu heilen.«

Die Kätzin blinzelte bedächtig. »Eine Katze, die sich um andere kümmert, ist für uns etwas Besonderes«, miaute sie. »Deswegen möchten wir dich bitten, unser Bote zu sein.«

»Es werden zwei Fremde zu dir kommen«, fügte der breitschultrige Kater hinzu. »Sie werden dich um Hilfe bitten, genau wie wir.«

Verwirrt kniff der träumende Kater die Augen zusammen. »Und ihr möchtet, dass ich ihnen eine Nachricht übermittle?«

»Nicht ganz«, miaute die schwarze Kätzin schnell. »Aber lasse dich von diesen Fremden führen.«

3. Dezember

Der Blick des träumenden Katers wanderte zu den hinter der Kätzin stehenden Katzen. Sie schauten ihn alle an. Sie fixierten ihn, die Augen glühten wie in großer Not. Er starrte zurück und sein Herz pochte dabei. Warum hatten sie gerade ihn ausgewählt? »Ich verstehe das nicht.«

»Bitte!« Das Maunzen der schwarzen Kätzin klang ängstlich. »Wenn du uns nicht hilfst …« Während ihre Stimme erstarb, löste sich die Vision von der Wiese mit den starrenden Katzen langsam in Dunkelheit auf. Der träumende Kater sah nun wieder die Waldlichtung vor sich. Doch die Brombeersträucher waren herausgerissen, die Nester verwüstet. Die Schildpattfarbene lag auf der Kuppe der Lichtung. Blut sickerte aus vielen Wunden und entstellte ihren Pelz. Die drei Katzenjungen taumelten vorbei. Eines stürzte zu Boden, es hatte eine klaffende Bauchwunde. Der alte Kater lag keuchend neben zerhackten Ästen. Eine braune Katze saß bei ihm. Sie war so mager, dass man unter dem Fell ihre Knochen erkennen konnte. Mit ihren hellblauen Augen starrte sie bekümmert und unbeweglich zu den herumliegenden Katzenkörpern hinüber, als wäre sie durch all das Leid zu Stein geworden.

Schlagartig erwachte der träumende Kater. Das Erste, was er spürte, war das Gewicht des Jungen, das in der Wölbung seines Bauchs schlief. Er hob den Kopf und blinzelte in die Dunkelheit. Sein Herz hämmerte. Das Junge wimmerte und zuckte. Augenscheinlich träumte es auch.

Der Kater überlegte kurz, ob es vielleicht ein ähnlicher Traum war.

»Schlaf gut, mein Kleiner.« Der Kater beugte sich über ihn und beruhigte ihn mit einem sanften Schlecken. Sein eigener Traum aber verflüchtigte sich nicht, was ihn beunruhigte. Wenn du uns nicht hilfst … Die bangen Worte der schwarzen Kätzin gingen ihm nicht aus dem Kopf. Er versuchte sich einzureden, dass es sich nur um eine belanglose Stimme in seinem Kopf handelte. Aber er wurde das Gefühl nicht los, dass der Traum wichtig war …

Er hatte schon früher von dieser Lichtung geträumt, noch nie aber von diesem düsteren Ort mit den starrenden Katzen. Vielleicht hatte das etwas zu bedeuten. Als das Junge wieder ruhig und entspannt schlief, blickte der Kater hinaus in die schattige Nacht. Träume sind nichts als Träume. Er versuchte, das Ganze abzutun. Aber dieser Traum hatte sich zu echt angefühlt, um ihn ignorieren zu können.

4. Dezember

1. KAPITEL

 
Die Angst piekte in seinen Pfoten, als Tigerherz so schnell zwischen den Kiefern hindurchsprang, dass er ihren Duft kaum wahrnahm.

Ich muss zu Taubenflug …

Er schoss über knorpelige Wurzeln, sein Schwanz schlug gegen Baumstämme, die Beine stießen sich wieder und wieder im langen Gras ab. Unter seinem Pelz kribbelte es vor Sorge und sein Bauch zuckte nervös.

Tigerherz war immer angespannt, wenn er sich zu weit vom SchattenClan entfernte. Sein Clan versuchte weiterhin, sich neu aufzustellen, nachdem Dunkelschweif, der Anführer der Streunerkatzen, alle aufgewiegelt hatte. Erst hatte er die jüngeren Clan-Katzen abgeworben und anschließend mit Eschenstern darum gekämpft, wer der Anführer sein würde.

Der SchattenClan hatte sich in der Folge von Eschenstern abgewandt, um dem Streuner zu folgen. Eschenstern, Bernsteinpelz und Tigerherz hatten das Lager verlassen und es Dunkelschweif und seiner »Familie« übergeben. Und die hatten sich als noch brutaler und grausamer erwiesen, als Tigerherz es sich je hatte vorstellen können. Viele SchattenClan-Katzen waren gestorben oder wurden vermisst. Dann hatte Dunkelschweif angefangen, gegen den FlussClan zu kämpfen, bis sich schließlich alle Clans zum Kampf gegen Dunkelschweif verbündet hatten. Dennoch kam Tigerherz nicht zur Ruhe. Ständig fürchtete er irgendwo dort draußen lauernde Gefahren.

Jetzt aber war seine größte Sorge, dass Taubenflug nicht auf ihn warten würde.

Er schlitterte den rutschigen Anstieg hinauf und sprang über einen Graben. Die Sonne ging bereits unter.

Sie fehlt mir. Ich habe mich viel zu sehr daran gewöhnt, sie jeden Sonnenaufgang zu sehen, gestand er sich selbst ein.

Nachdem Dunkelschweifs Streuner sie aus ihrem Clan vertrieben hatten, hatten Tigerherz, Eschenstern und Bernsteinpelz den DonnerClan um Zuflucht gebeten. Und so hatte er Taubenflug Sonnenauf- und -untergangs gesehen. Und die Liebe von einst, die er versucht hatte, hinter sich zu lassen, war wieder entflammt. Zunächst hatte Taubenflug noch Distanz bewahrt, doch er wusste, dass ihre alten Gefühle genau wie seine wieder hochgekommen waren. Und als man sie gemeinsam auf Mission geschickt hatte, um Zweigpfote zu suchen, waren sie sich näher als jemals zuvor gekommen.

5. Dezember

Als der SchattenClan sein altes Territorium zurückerobert hatte, kamen die beiden überein, sich – wann immer sie konnten – auf einer Lichtung im Gebiet des WolkenClans zu treffen, dort, wo das Territorium des SchattenClans an das des DonnerClans grenzte.

Tigerherz wusste, dass er seinem Clan gegenüber illoyal war. Er hatte Eschenstern erzählt, dass er einen Patrouillengang an der Grenze unternehmen würde, doch stattdessen traf er sich mit Taubenflug. Diese Lüge stieß ihm immer noch sauer auf.

Gerade jetzt war Unehrlichkeit das Letzte, was sein Clan gebrauchen konnte. Eschenstern hatte das Vertrauen in sich als Anführer verloren. Sie waren nur noch wenige Katzen, der Clan war am Ende seiner Belastungsgrenze und mehr, als die Jagdgänge, die Grenzpatrouillen und das Lager winterfest zu machen, war momentan nicht möglich. Die Nahrung war knapp und die zerstörten Baue waren vor dem ersten Schnee noch immer nicht instand gesetzt. Eschenstern brauchte seine Unterstützung mehr denn je.

Indem er die Entscheidungen seines Vaters unterstützte, hatte Tigerherz als sein Stellvertreter versucht, das Vertrauen seines Clans wiederzugewinnen. Er wollte für seine Clan-Gefährten Vorbild sein.

Doch die Verantwortung belastete ihn sehr. Nur wenn er sich mit Taubenflug traf, konnte er für eine Weile seine Sorgen vergessen. Bei ihr konnte er die ganze Last, die der Clan ihm aufgebürdet hatte, hinter sich lassen und einfach er selbst sein. Wäre er erst einmal bei ihr, würde auch das ängstliche Kribbeln in seinen Pfoten aufhören.

Mit zuckenden Ohren lief er um das Dornengestrüpp herum und überquerte ein Waldstück mit verkümmerten Farnen. Sein Herz schlug schneller, als er sich vorstellte, wie Taubenflug den Wald mit den Augen absuchte, in der Hoffnung, ihn zu entdecken. Ein Schnurren grummelte in seiner Kehle. Er war nun fast da, die dunstige Waldluft glättete sein Fell. Bitte warte auf mich!

6. Dezember

Er rannte die Böschung hinauf, wo die Bäume spärlicher wuchsen. Sonnenstrahlen sickerten durch den Nebel und beleuchteten die geschützte Lichtung. Hinter den Farnen erblickte er ihr hellgraues Fell. Sein Herz machte einen Satz. Taubenflug. Zwei Sonnenaufgange ohne sie, das war einfach zu lang. Er schoss durch das klamme Unterholz und kam strauchelnd neben ihr zum Stehen.

Ihre Augen leuchteten vor Erleichterung. »Du bist da.« Taubenflug drückte die Schnauze in sein Nackenfell. Sie zitterte, und er meinte, Besorgnis in ihrem Maunzen zu hören.

Sie schwieg lange. Unruhe erfasste Tigerherz. »Hat irgendeine Katze das mit uns herausgefunden?«

»Nein.« Taubenflugs Ohren zuckten nervös.

»Was ist dann mit dir los?« Tigerherz sah sie fragend an. Was konnte denn so schlimm sein, dass sie dafür keine Worte fand? »Irgendetwas stimmt mit dir nicht. Das merke ich doch …« Liebt sie mich etwa nicht mehr? Er erstarrte.

»Ich erwarte Junge.«

Junge? »Von mir?« Er war wie gelähmt und konnte nicht klar denken.

»Natürlich von dir!« Taubenflugs Augen funkelten zornig. Sie hob die Pfote und gab ihm einen Hieb auf die Schnauze.

Er spürte es kaum. Er stand unter Schock. … Junge … unsere Junge!

Um wieder zu sich zu kommen, atmete er tief ein – das Letzte, was Taubenflug jetzt brauchte, war ein werdender Vater mit Schnappatmung.

»Das war dumm. Entschuldige. Du … du hast mich nur ziemlich überrascht.« Dann aber verflog das Gefühl der Freude, das gerade in ihm aufgekommen war. »Weiß Efeusee es schon?« Taubenflug und ihre Schwester waren unzertrennlich.

»Efeusee redet momentan kaum mit mir. Ich glaube, sie vermutet, dass ich mich mit dir treffe.« Traurig senkte sie den Blick. Alarmiert sträubte sich Tigerherz’ Fell und sein Atem ging schneller. Wie könnten sie ihre Liebe jetzt noch verbergen?

7. Dezember

Was würde ihr Geheimnis für den SchattenClan bedeuten?

Es war doch schon alles so zerbrechlich. Die Katzen würden sich bei einem solchen Skandal für eine Seite entscheiden müssen. Und die Konsequenzen könnten den ohnehin schon unsicheren Frieden gefährden, der eingekehrt war, seitdem die Streuner fort waren.

Er bemerkte, dass Taubenflugs erwartungsvoller Blick in Enttäuschung umschlug, weil er sie weiterhin wortlos anstarrte. Seine Gedanken rasten, doch er wusste nicht, was er sagen sollte.

Sie wandte sich ab. »Das macht alles nur noch schlimmer, nicht wahr?«

Tigerherz schüttelte den Kopf. Kinder mit Taubenflug zu haben, davon hatte er immer geträumt, und nun … »Der Zeitpunkt ist einfach nicht günstig, Taubenflug. Unsere Krieger verlieren den Respekt vor Eschenstern. Und sie sehen mich immer so an, als sollte ich seinen Platz einnehmen.«

»Möchtest du das denn?« Taubenflug blickte ihn mit runden Augen an.

Tigerherz verlagerte die Pfoten und suchte nach den richtigen Worten. »Der SchattenClan ist schwächer denn je. Sie brauchen einen Anführer, an den sie glauben können.«

Taubenflug atmete scharf ein. »Und dieser Anführer musst unbedingt du sein?«

»Keine Ahnung.« Tigerherz betrachtete das Gras unter seinen Pfoten. »Ich versuche ja, Eschenstern zu unterstützen, aber vielleicht reicht das nicht mehr.«

»Und was ist mit mir?« Taubenflugs Miau blieb ihr im Hals stecken. »Was ist mit uns?«

Tigerherz brach es fast das Herz. Es muss ein uns geben. Ich habe so lange ohne dich gekämpft … »Ich liebe dich, Taubenflug. Ich werde dich immer lieben. Wir werden es schaffen. Ich verspreche es dir.«

8. Dezember

Er hob den Kopf, verdrängte jeden Zweifel, jeden erdrückenden Gedanken an seine Clan-Gefährten und an seine Verantwortung, und betrachtete Taubenflug.

War da nicht bereits eine Wölbung ihres Bauchs zu sehen? Er stellte sich die winzigen Jungen darin vor. Ein Schnurren entwich aus seiner Kehle. Unsere Jungen. Er schlang sich um Taubenflug, ließ das Schnurren durch seinen ganzen Körper und den ihren pulsieren. »Und unsere Kleinen werden wunderschön und tapfer sein. Sie werden zu guten Kriegern heranwachsen.«

Während er sprach, flackerte Hoffnung in seiner Brust auf. Vielleicht sollte es so sein – vielleicht würden diese Jungen dabei helfen, den SchattenClan zu seiner früheren Stärke zurückzuführen. »Du kannst dem SchattenClan beitreten. Wir könnten zusammen sein. Keine Versteckspiele mehr, keine Lügen und wir könnten gemeinsam in einem Clan unsere Kleinen aufziehen.« Das wäre die perfekte Lösung!

Sein Bauch kitzelte. Er hoffte, sie wäre begeistert, ihre gemeinsame Familie im Kiefernwald heranwachsen zu sehen. Es würde sicherlich eine Weile dauern, bis sie sich an den SchattenClan gewöhnt hätte, aber sie wäre dort gut versorgt.

Er wusste, sie könnte dort glücklich werden.

Er wusste, sie beide könnten dort glücklich werden.

Seine Gedanken überschlugen sich. Er bemerkte kaum, wie ihre Muskeln sich versteiften. Erst als er seine Schnauze gegen ihre Wange drückte, fiel ihm auf, dass sie wie versteinert dasaß.

»Das kann ich nicht.« Sie blickte niedergeschlagen zu Boden.

»Ich weiß, es wird schwer. Aber Taubenflug, es wäre für die Jungen das Beste.« Tigerherz versuchte, ihr in die Augen zu schauen. »Es wäre das Beste für uns.« Und für den SchattenClan.

Langsam hob sie den Kopf. Angst lag in ihrem Blick. »Ich wünschte, ich könnte das glauben«, sagte sie zögerlich, »aber … ich habe Träume.«

»Träume?« Tigerherz verstand nichts mehr. Taubenflug war doch keine Heilerkatze. Sie hatte ihre Heilkräfte schon vor mehreren Monden eingebüßt, als der Wald der Finsternis geschlagen wurde. »Alle Katzen haben Träume.«

»Aber nicht solche.« Taubenflugs Blick flackerte nervös. Was auch immer sie sagen wollte, sie glaubte fest daran. »Diese Träume bedeuten etwas. Ich spüre es.«

9. Dezember

Hab einen gemütlichen zweiten Adventsonntag!

 

Tigerherz’ Pelz kribbelte beunruhigt. »Sind es … böse Träume?«

»Ich habe von der Kinderstube des DonnerClans geträumt. Ich bin alleine im Lager und betrachte sie von der Lichtung aus. Irgendetwas stimmt dort nicht, deshalb gehe ich hinüber, um einen Blick hineinzuwerfen.«

Bei dieser Erinnerung sträubte sich ihr Fell. »Die Stube ist leer. Die Nester sind alt und zerfleddert. Schatten kriechen aus den Ecken. Sie verschlucken den Boden und die Nester. Ich renne hinaus, doch die Schatten folgen mir, sie erreichen den Eingang und lecken wie dunkle Flammen an den Wänden. Sie werden immer dunkler und stärker, bis die Kinderstube sich in diesem Schwarz auflöst.«

Während sie sprach, konnte Tigerherz alles, was sie beschrieb, klar und deutlich vor sich zu sehen. Er schüttelte den Kopf, um die Bilder zu verscheuchen. »Es ist nur ein Traum«, sagte er, nicht sicher, ob er es selbst glaubte.

Taubenflug wandte sich ab. »Nein!« Sie verzog die Schnauze vor Angst. »Ich habe den Traum immer wieder, und jedes Mal wache ich voller Grauen auf, weil ich weiß, dass es ein Zeichen ist.«

Tigerherz blinzelte sie an. Die Furcht in ihren Augen war real, aber er versuchte sich einzureden, dass das nur deswegen so war, weil sie schon so lange darüber nachdachte. Doch jetzt konnte sie ihre Sorgen mit ihm teilen. »Hast du darüber mit Häherfeder oder Erlenherz gesprochen?«

»Wie könnte ich?« Taubenflug peitschte mit dem Schwanz. »Sie hätten doch gleich alles erraten.« Sie betrachtete ihren gewölbten Bauch. »Ich bin seit einem Mond trächtig und allmählich kann man es auch sehen. Wahrscheinlich vermuten sie es sowieso schon, und wenn ich ihnen dann von der Kinderstube erzähle, würde es sie nur bestätigen!«

10. Dezember

Tigerherz versuchte, seine Stimme fröhlich klingen zu lassen. »Wenn eine Heilerkatze wie Häherfeder oder Erlenherz meint, dass ein Traum über eine Kinderstube normal ist, dann ist er es vielleicht auch«

»Nicht dieser!«, fauchte Taubenflug.

»Aber du könntest sie doch fragen, ob sie irgendwelche Zeichen vom SternenClan erhalten haben.« Tigerherz wurde langsam ärgerlich. Weshalb war Taubenflug sich nur so sicher, dass ihre Träume etwas Besonderes waren? »Vielleicht haben sie ein Zeichen erhalten, das deinen Traum erklären könnte. Immerhin sind sie Heilerkatzen. Du nicht.«

»Ich brauche keine Heilerkatze, um meinen Traum zu verstehen!« Taubenflugs Augen funkelten vor Empörung. »Ich weiß, was er bedeutet. Nämlich, dass unsere Jungen nicht im DonnerClan geboren werden dürfen!«

Tigerherz ging das Herz auf. »Ah … dann bedeutet es vielleicht, dass du dich dem SchattenClan anschließen sollst! Wunderbar! Ich weiß, du wirst bei uns glücklich sein. Und du brauchst auch keine Angst vor den anderen Katzen zu haben. Keine von denen hat im Moment Zeit, sich darüber aufzuregen, wenn eine DonnerClan-Katze im Lager aufgenommen wird. Besonders, wenn wir dem SchattenClan neue Junge, neues Leben bringen. Alle Katzen werden froh sein, weil wir den SchattenClan damit stärken.«

»Nein.« Taubenflug schaute ihn finster an. »Ich werde unsere Jungen nicht im SchattenClan aufwachsen lassen. Ich habe darüber nachgedacht, glaube mir, und ich weiß, dass du dir das wünschst, aber … das ist nicht das Richtige für uns.«

Tigerherz zwang seinen Pelz, sich wieder zu glätten. Weder der DonnerClan noch der SchattenClan? Was hatte sie sich denn da in den Kopf gesetzt?

Taubenflugs Schnauze blieb hart. »Wir müssen die Clans verlassen.«

Fassungslos schweigend, starrte Tigerherz sie an. Die Clans verlassen?

11. Dezember

»Uns bleibt nichts anderes übrig.« Taubenflug vergrub ihre Pfoten in die Erde. »Ich habe davon geträumt, wohin wir gehen können. Ein großer Zweibeinerort mit Bauen, die bis in den Himmel reichen. Ich habe ein Dach gesehen, mit scharfen Stacheln, die wie bei einem Stechginster in den Himmel ragen. Wir müssen es nur finden. Unsere Junge werden dort sicher sein.«

Sein Pelz sträubte sich vor Zorn. »Was für ein Unsinn!« Ihre Blicke trafen sich. »Wieso sollten unsere Jungen an einem Zweibeinerort sicherer sein? Wie sollen wir sie weitab von den Clans entfernt aufziehen? Unsere Clans sind es, die uns Sicherheit bieten!«

Taubenflug kniff die Augen zusammen. »Sieh es dir an: Die Clans sind ein einziges Chaos! Es sind schon so viele Katzen bei den Kämpfen um Territorien gestorben. Wer kann schon sagen, ob es in ein paar Monden überhaupt noch Clans geben wird?«

»Du willst also, dass wir weglaufen?« Tigerherz konnte kaum glauben, was er da gerade hörte. »Du willst deine Clan-Gefährten im Stich lassen? Du willst unsere Jungen aufziehen, ohne dass sie ihre Familie kennen oder das Gesetz der Krieger?«

»Nein!«, miaute Taubenflug verzweifelt. »Das will ich natürlich nicht! Aber ich weiß, dass wir weggehen müssen. Ich habe diesen Traum jede einzelne Nacht. Und ich sehe ihn nicht nur, ich fühle ihn auch. Wenn ich den Traum ignoriere, fürchte ich, dass unseren Kindern etwas Fürchterliches zustoßen wird!«

12. Dezember

Tigerherz lief unruhig im Kreis herum. Er wusste nicht, was er denken sollte.

»Ich habe keine Wahl.« Taubenflugs Schnauze bekam einen harten Zug. »Ich muss es tun.«

Tigerherz fühlte sich nicht wohl. »Ich kann nicht einfach fortgehen.«
Taubenflug riss panisch die Augen auf. Tigerherz schaute weg. Seine Vorderpfoten zuckten, bereit, mit ihr wegzulaufen, fort von hier, soweit sie nur wollte. Doch sein Hinterteil wog schwerer, so schwer, als hätte man es am Boden festgekettet, damit er den SchattenClan niemals würde verlassen können. Er sehnte sich danach, mit ihr zusammen zu sein. Doch er hatte Angst, seinen Vater gerade jetzt allein zu lassen, da es so schlecht um alles stand. Es fühlte sich so an, als würde sein Körper entzweigerissen.

»Tigerherz!« Sie klang ängstlich.

Er spürte ihren Atem an seiner Wange und zwang sich, sie anzusehen.

»Ich möchte das nicht ohne dich tun, Tigerherz!« Ihre Schnauze zitterte. »Ich brauche dich.«

»Und der SchattenClan braucht mich«, miaute Tigerherz traurig. »Eschenstern kann ihn nicht ohne meine Hilfe führen. Du hast recht – der SchattenClan ist ein einziges Chaos. Aber wenn ich gehe, würde er es womöglich nicht überstehen.«

»Na, dann bleib doch!« Taubenflugs blaue Augen blitzten zornig auf. »Wenn dir dein Clan wichtiger ist als deine Jungen! Ich gehe.« Mit kummervoller Miene machte sie sich von ihm los. »Mein Clan kann auf sich selbst aufpassen. Und ich muss meine Jungen beschützen.«

»Taubenflug!« Verzweiflung kroch Tigerherz unter den Pelz. »Wir können unsere Jungen besser beschützen, wenn wir bei unseren Clans bleiben.«

Jetzt sah sie ihm direkt in die Augen. »Ich breche in drei Sonnenaufgängen auf. Wenn du mitkommen willst – ich werde hier sein. Wenn nicht, werde ich …« Sie bauschte den Schwanz und schaute kurz zu Boden. Was sie ihm nun sagen wollte, schien ihr sehr schwerzufallen. »… werde ich ohne dich gehen.«

Dann drehte sie sich ruckartig um und schnellte durch das Unterholz.

Tigerherz starrte ihr nach. Sein Herz klopfte so laut in seinen Ohren, dass es das Vogelgezwitscher um ihn herum übertönte. Ein Windstoß wirbelte den Nebel durch die Bäume und rüttelte an ihren Ästen. Er fühlte sich wie benommen. Sie hatte ihn vor eine unmögliche Wahl gestellt. Taubenflug brauchte ihn. Seine ungeborenen Kätzchen brauchten ihn. Aber der SchattenClan brauchte ihn auch. Wer braucht mich am meisten?

13. Dezember

2. KAPITEL

Kann ich fortgehen? Sollte ich bleiben?

Zwei Sonnenaufgänge waren seit Taubenflugs Ultimatum vergangen und noch immer schwirrten die Gedanken in Tigerherz’ Kopf wie kleine Katzen, die ihrem Schwanz nachjagen. Ihm blieb noch ein Sonnenaufgang, um eine Entscheidung zu treffen, aber welche würde die richtige sein? Es fühlte sich an, wie einem Beutetier hinterherzujagen, das ihm immer wieder entwischte. Was soll ich bloß tun?

»Tigerherz?« Das Maunzen von Grasherz brachte ihn in die Wirklichkeit zurück.

Er blickte die hellbraun getigerte Kätzin, die ihn anfunkelte, verstört an. »Wir sind hier doch zum Jagen, oder etwa nicht?«, miaute Grasherz verärgert.

»Ja.« Tigerherz schüttelte den Pelz. »Entschuldige. Ich war gerade in Gedanken.«

»Denken kannst du später. Unsere Clan-Gefährten sind hungrig.« Grasherz schnupperte und warf einen scharfen Blick in Richtung Wald. »Wir müssen etwas erlegen. Für den Frischbeutehaufen. Hast du bemerkt, wie sehr sich Rattennarbes Rippen im Pelz abzeichnen?«

14. Dezember

Schuldgefühle, schwer wie Steine, füllten Tigerherz’ Magen. Seine Clan-Gefährten waren ausgehungert. Taubenflug erwartete Junge. Sein Vater kämpfte um den Respekt des Clans. Er selbst sollte das alles eigentlich spielend meistern, aber er schaffte es noch nicht einmal, sich auf die Jagd zu konzentrieren.

Ein paar Schwanzlängen entfernt zeigte sich Schneevogels weißer Pelz zwischen den vertrockneten Farnwedeln. Die Kätzin schnüffelte den mit Kiefernnadeln bedeckten Waldboden ab. »Ich glaube, ich habe die Fährte eines Hasen aufgenommen.«

Grasherz eilte zu ihr hinüber. »Wie frisch ist sie?«

»Frisch genug.« Schneevogel kroch langsam durch die Farnwedel. Ihre Schwanzspitze zuckte dabei vor Aufregung hin und her. Als Grasherz ihr folgte, blickte Tigerherz zur WolkenClan-Grenze hinüber. Er konnte den Geruch des Clans wahrnehmen, mit dem die Kiefern auf der Kuppe der Lichtung markiert worden waren. War es damals richtig gewesen, dass er seinem Clan vorgeschlagen hatte, dem WolkenClan ein wenig Land zu geben? Es würde mehr Beute geben, wenn sie noch das größere Jagdrevier hätten. Aber sie hatten im Moment sowieso zu wenige Katzen, um ein großes Territorium abzusichern.

15. Dezember

Er peitschte mit dem Schwanz. Es war die richtige Entscheidung gewesen. Der WolkenClan brauchte ein Zuhause. Und nach all den Schwierigkeiten, die die Clans mit den Streunern gehabt hatten, würde der SternenClan Katzen bevorzugen, die Freundlichkeit verbreiten anstatt Angst und Misstrauen.

Er wünschte nur, seine Clan-Gefährten würden ebenso denken. Doch Fleckenpelz, Schneevogel und Steinschwinge hatten deutlich gemacht, dass sie gar nicht erst so tun würden, als wären sie damit einverstanden, einem anderen Clan Land abzutreten. Tigerherz schloss die Augen, als sich diese neuen Sorgen in seine Gedanken drängten.

Über ihm zwitscherten Drosseln, als hätten sie ihre eigenen Streitigkeiten über Territorien. Ein kühler Wind raschelte durch die Baumkronen. Grasherz und Schneevogel waren nun außer Sicht, um die Spur des Hasen zu verfolgen. Gerade als Tigerherz ihnen folgen wollte, hörte er auf der Kuppe der Lichtung das Tapsen von Pfoten.

»Hey, Tigerherz!« Sandnase stand gemeinsam mit Hasensprung an der Grenze des WolkenClans. Ihre Pelze sträubten sich und die Augen glänzten hell. Sandnases Flanken bebten. »Die Eichhörnchen sind schnell in diesem Waldstück!« Er schaute zu einem Kiefernstamm hinüber. Ein buschiger Schwanz huschte hinauf und verschwand zwischen den Ästen.

16. Dezember

Weihnachten naht mit großen Schritten! Einen wunderbaren dritten Advent!

 

Hasensprung senkte höflich den Kopf. »Ich hoffe, du hast mehr Jagdglück als wir, Tigerherz.«

»Bislang nicht.« Tigerherz miaute laut. Hatte Glück irgendetwas damit zu schaffen? Vielleicht. Wäre er ein besserer Krieger, könnte er seinen Clan mit einem Pfotenschlag ernähren. Wäre er ein besserer Sohn, wäre Eschenstern als Anführer nicht so angreifbar. Wäre er ein besserer Partner …

Kleine Pfoten tippelten über den Boden.

Grasherz’ warnendes Maunzen schallte durch die Bäume. »Beute!«

Tigerherz blieb wie versteinert stehen, als ein Hase an ihm vorbeihoppelte und die Lichtung hinaufschoss, so schnell, dass Tigerherz nicht die Zeit gehabt hatte, sich von seinen Gedanken loszureißen und ihm hinterherzujagen. Der Hase flitzte über die Grenze, nur eine Schwanzlänge von Sandnase entfernt.

Gefolgt von Hasensprung, rannte der WolkenClan-Kater aufgeregt und mit gesträubtem Fell hinter ihm her.

Tigerherz ließ den Kopf hängen. Er hatte die Beute den Pfoten eines anderen Clans überlassen.

»Du Spatzenhirn!« Grasherz donnerte heran und kam neben ihm zum Stillstand. »Warum hast du ihn nicht gefangen?«

Auch Schneevogel kam angehastet. Ihre Augen funkelten vor Zorn. »Wir haben ihn direkt auf dich zugetrieben!« Sie warf Grasherz einen Blick zu. »Ich dachte, Eschenstern ist der einzige Unzuverlässige in der Familie.«

»Wie der Vater, so der Sohn.« Grasherz schnaubte verächtlich.

17. Dezember

»Das ist unfair!«, schnauzte Tigerherz die beiden an. »Eschenstern könnte es immer noch mit jedem von euch aufnehmen. Ich war abgelenkt …«

Aber er merkte, dass ihm die beiden Kätzinnen längst nicht mehr zuhörten. Sie schauten zu dem verlassenen Hügel hinüber. Ihre Nasen zuckten.

»Ich rieche den WolkenClan.« Schneevogel verzog den Mund. »Waren etwa WolkenClan-Katzen hier? Haben sie dich abgelenkt?«
»Ich habe mich mit Sandnase und Hasensprung unterhalten«, gestand Tigerherz. Er wünschte, die beiden wären das Einzige gewesen, was ihn abgelenkt hatte.

Grasherz rümpfte die Nase, als sie die zerwühlten Kiefernnadeln betrachtete, über die der Hase zur Hügelkuppe gehoppelt war. »Du hast unsere Beute direkt in ihre Pfoten laufen lassen«, fauchte sie.

Wut kroch Tigerherz langsam unter den Pelz. Er hatte genug davon, seine Clan-Gefährten davon überzeugen zu müssen, dass es mit dem WolkenClan als Nachbarn sicherer und nicht unsicherer war. Er war es leid, sich für Eschenstern zu entschuldigen. Er hatte auch keine Lust mehr, hinter einer Beute herzujagen, die das Land eines anderen Clans vorzog. Vielleicht sollte ich doch mit Taubenflug fortgehen! Taubenflug machte ihn glücklich. Sie brauchte ihn und ihre Junge brauchten ihn. Und er liebte sie.

18. Dezember

Kiefernnadeln raschelten auf der Hügelkuppe. Sandnase erschien mit Hasensprung an der Grenze. Der fette Hase, den Tigerherz hatte entkommen lassen, baumelte an seiner Tatze.

Schneevogel fauchte. Ihre Augen funkelten zornig. »Seid ihr hier, um euch mit unserer Beute zu brüsten?«

Sandnase warf den toten Hasen die Lichtung hinunter. »Wir sind hier, um euch die Beute zu überlassen.« Er strahlte die weiße Kätzin hochmütig an.

Schneevogel schnaubte. »Wir brauchen eure Beute nicht!«

Tigerherz sah sie an, warnend, damit sie still sein würde. Wenn ein Clan ausgehungert war, sollte man seinen Stolz lieber herunterschlucken.
Grasherz blickte zu dem Hasen hinüber, dann zu Schneevogel. »Rattennarbe wird für diese Mahlzeit dankbar sein.«

Schneevogels Augen wurden zu Schlitzen. Tigerherz betrachtete sie gespannt. Sicherlich konnte sie die Wärme des frischen Hasenblutes riechen. War sie denn nicht auch hungrig genug, um die freundliche Geste des WolkenClans zu akzeptieren? Sein Magen knurrte jedenfalls ordentlich. Er hatte seit dem letzten Sonnenhoch nichts mehr gegessen.
Grasherz blickte ihn an. »Wir sollten es annehmen.«

Tigerherz nickte. »Es wäre ohnehin unsere Beute gewesen, hätte ich nur schneller und besser reagiert.«

19. Dezember

Als Schneevogel in ihren Pelz brummte, reckte Grasherz den Kopf Richtung Sandnase und Hasensprung. »Es ist sehr nett von euch, die Beute zurückzubringen.«

Sandnase verneigte sich steif und drehte sich um. Ohne ein weiteres Wort entfernten sich die WolkenClan-Krieger von der Grenze.
Schneevogel schnaubte. »Sie sind fast genauso selbstgefällig wie der DonnerClan.«

»Sie wollten nur nett sein«, miaute Grasherz.

Tigerherz könnte in der Erde versinken. Ein anderer Clan hatte die Beute erlegt, die er hätte fangen sollen. Er versuchte, seine Scham zu verbergen. Zumindest war dies eine Gelegenheit, Schneevogel davon zu überzeugen, dass es richtig gewesen war, dem WolkenClan etwas Land abzutreten. »Wir sollten uns freuen, solch ehrenwerte Krieger als Nachbarn zu haben.«

Schneevogel ging mit zuckendem Schwanz zurück Richtung Farn. »Das sieht dir mal wieder ähnlich. Nur du kannst dich darüber freuen, dass wir unser halbes Territorium verloren haben«, knurrte sie.

Grasherz verdrehte die Augen. »Sie beruhigt sich schon wieder, wenn sie erst sieht, wie Rattennarbe die Beute frisst.« Sie nahm den Hasen und rannte los.

20. Dezember

Als Tigerherz mit Grasherz und Schneevogel im Lager ankam, suchte er die Lichtung ab. »Wo ist Rattennarbe?«, fragte er Kringelpfote, der gerade mit Blumenpfote an der Grenze stand. Der magere Älteste war nirgends zu entdecken.

Kringelpfote blickte auf. »Er ist mit Wacholderkralle auf Grenzpatrouille.«

Tigerherz blinzelte. Älteste sollten keine Grenzgänge unternehmen.
Fleckenpelz stand beim Frischbeutehaufen. »Ich habe ihm angeboten, die Patrouille für ihn zu übernehmen, aber er meinte, es gäbe zurzeit so wenige Katzen im SchattenClan, also würde er mithelfen.« Sein Blick wanderte zu dem Hasen, den Grasherz anschleppte. »Schöner Fang.« Er sah Schneevogel hoffnungsvoll an. »Gibt es dort, wo ihr herkommt, mehr davon?«

»Wir gehen gleich noch einmal los«, versprach Tigerherz. Er beobachtete Eschenstern und Bernsteinpelz auf der Kuppe der Lichtung. Sie unterhielten sich, die Pelze ängstlich aufgestellt. Sollten sie nicht besser einen Jagdtrupp anführen? Reden allein würde den Clan nicht retten.

21. Dezember

Das Brombeergestrüpp raschelte. Tigerherz drehte sich um und war erstaunt, dass Wacholderkralle die beiden Heilerkatzen Maulbeerglanz und Erlenherz mit ins Lager brachte. Seine Ohren zuckten.

Wie merkwürdig, den Heiler des DonnerClans hier zu sehen, noch merkwürdiger aber, dass die Heilerin des FlussClans ebenfalls hier war. Nebelstern hatte beschlossen, ihren Clan wieder zur alten Stärke aufzubauen, und deswegen nach der Großen Versammlung die Grenzen ihres Territoriums geschlossen. Warum also trieb sich Maulbeerglanz draußen herum?

Rattennarbe folgte ihnen, sein alter, strähniger Pelz sträubte sich voller Unbehagen.

Tigerherz setzte sich in den Schatten des Felsens und beobachtete, wie die beiden Heilerkatzen sich Eschenstern näherten. Sie sahen besorgt aus. Vielleicht brachten sie Nachrichten vom SternenClan? Oder hatten sie eine Vision, die genauso unheilvoll war wie Taubenflugs Träume? Wer weiß, womöglich hatte Erlenherz bemerkt, dass sie Junge erwartete. In der Hoffnung auf ein Zeichen, dass Erlenherz mehr wusste, als er sollte, suchte Tigerherz den Blick des DonnerClan-Katers. Doch Erlenherz sah Eschenstern an, während dieser Maulbeerglanz zuhörte.

»Ich hatte eine Vision. Wir müssen eine Katze mit einer zusätzlichen Kralle finden. Es ist der einzige Weg, den kommenden Sturm abzuwehren.«

»Kennst du irgendeine Katze mit sechs Krallen?« Erlenherz beugte sich vor und fixierte Eschenstern eindringlich.

22. Dezember

Keine dunkle Vision, in der die Kinderstube des DonnerClans von Schatten verschluckt würde. Kein Hinweis auf Taubenflugs Zustand. Tigerherz’ Gedanken schweiften ab. Soll ich jetzt erleichtert sein? Wenn die Heilerkatzen nicht denselben Traum wie Taubenflug gehabt hatten, lag sie vielleicht falsch.

Diese neue Prophezeiung über eine sechskrallige Katze könnte genügen, um sie davon zu überzeugen, dass ihr Traum nichts weiter war als eben ein Traum. Würde er mehr bedeuten, hätte der SternenClan ihn auch den Heilerkatzen gesendet, nicht nur Taubenflug.

Fleckenpelz’ scharfes Maunzen riss ihn aus seinen Gedanken. »Wie könnten wir einen Suchtrupp ausschicken? Wir haben kaum genug Katzen für unsere Grenzpatrouillen.«

Eschenstern senkte zustimmend den Kopf. »Die Grenze zum Territorium des WolkenClans kann nicht unbeaufsichtigt bleiben.«

Tigerherz spürte stechende Angst im Bauch. Wie konnte er einen Clan verlassen, der nicht einmal genügend Katzen für einen Suchtrupp zusammenbekam? Es muss einen Weg geben, Taubenflug zum Bleiben zu bewegen. Er nahm sich vor, sie morgen bei Sonnenfall zu treffen. Was könnte er sagen, damit sie einsah, dass es sicherer war, ihren Nachwuchs hier am See bei ihren Clans aufzuziehen? Dennoch konnte er die Sorge nicht ganz abschütteln, dass sie vielleicht doch recht hatte. Dunkelschweif hatte sie beinahe zerstört. Womöglich waren die Clans nicht mehr stark genug, um ihre Jungen zu beschützen.

Ein ärgerliches Fauchen holte ihn zurück in die Gegenwart. Fleckenpelz und Bernsteinpelz standen sich mit zornig blitzenden Augen gegenüber.

»Warum, denkst du, haben wir einen Streuner wie Dunkelschweif Eschenstern vorgezogen?« Fleckenpelz fletschte die Zähne. »Er war damals schon ein schwacher Anführer und er ist es noch.«

Bernsteinpelz plusterte ihr Fell auf. Fauchend zog sie die Krallen über die Schnauze ihres Clan-Gefährten.

23. Dezember

Morgen ist Weihnachten! Hab einen tollen vierten Advent!

 

Tigerherz erstarrte. Was war denn hier los? Weshalb kämpfte sein Clan gegeneinander? Nun schwang Fleckenpelz seine Kralle über das Gesicht von Bernsteinpelz.

Bernsteinpelz duckte sich weg und jaulte vor Schmerz.

Ihr Auge! Voll Panik setzte Tigerherz sich in Bewegung. Maunzend schmiss er sich zwischen die beiden kämpfenden Katzen. Er drängte Fleckenpelz fauchend zur Seite und stellte sich schützend vor Bernsteinpelz.

Schockiert beobachtete Eschenstern das Geschehen.

Tigerherz betrachtete Bernsteinpelz. »Geht’s dir gut?« Er rang nach Luft. Neben dem Auge rann Blut am Gesicht seiner Mutter herunter. Pfützenglanz drängte ihn sacht beiseite und stellte sich neben ihn.
Im Namen des SternenClans! Worum ging es bei diesem Kampf? Benommen drehte Tigerherz sich um. Erlenherz und Maulbeerglanz verließen fluchtartig das Lager. Fleckenpelz hatte sich an den Rand der Lichtung zurückgezogen.

Eschenstern blickte den dunkelgrauen Kater mit unverhohlener Verachtung an. »Wie können wir einem Clan-Gefährten vertrauen, der sich so leicht gegen seinesgleichen wendet?«

Fleckenpelz starrte zurück. »Wie können wir einem Anführer vertrauen, der beim ersten Anzeichen einer Bedrohung seinen Clan aufgibt?«

 

Morgen ist Weihnachten! Freu dich schon auf eine ganz besondere Überraschung!

 

24. Dezember

Hier wird das Advent-Gewinnspiel gezogen 

Tigerherz’ Blick huschte von den beiden Katern zu seiner Mutter hinüber. Pfützenglanz schleckte das Blut an ihrem Auge ab. »Es ist nur eine Fleischwunde«, beruhigte er sie. »Dein Auge ist unverletzt.«

Erleichterung überkam Tigerherz, als Pfützenglanz Bernsteinpelz zum Heilerbau führte. Er konnte es kaum glauben, dass eine Clan-Katze versucht hatte, einer anderen die Augen auszukratzen. Nichts könnte dem Gesetz der Krieger mehr widersprechen. Natürlich war die Anspannung groß, doch wie hatte es nur so weit kommen können? Ich hätte es verhindern müssen. Wenn er mit seinen Gedanken nicht nur bei Taubenflug gewesen wäre, hätte er seine Clan-Gefährten davon abhalten können, aufeinander loszugehen. Stattdessen habe ich darüber nachgedacht, meinen Clan zu verlassen. Schuldgefühle schüttelten ihn. Er stellte sich vor, wie Taubenflug mit den Jungen im Bauch ängstlich und einsam wartete. Liebe schien sein Herz zu zerreißen, der Schmerz machte ihn atemlos.

»Tigerherz.« Pfützenglanz kam auf ihn zugetrottet. Eschenstern folgte ihm auf den Pfoten.

»Ist Bernsteinpelz in Ordnung?« Tigerherz schaute den Heiler besorgt an.

Pfützenglanz nickte. »Sie ist in meinem Bau. Ich habe Kräuter auf die Wunde gelegt. Sie ruht sich aus. Aber ich muss mit dir und deinem Vater sprechen.«

Tigerherz kniff die Augen zusammen. »Warum?«

Pfützenglanz’ Blick wanderte düster und warnend vom Sohn zum Vater. »Es gibt etwas, das ich euch erzählen muss.«

Hier folgt dann ggbf. ein Quiz o.ä.

93
Was maunzt du dazu?

Bitte log dich ein, um mitzumaunzen
neuste älteste
Suessigkeiten-junges-pfote-kralle-stern

Die jungen werden bestimmt nach ehemaligen Katzen benannt und ich glaube ,dass ihre Mutter bei der Geburt stirbt.

Donnerwolke

Tigerherz tut mir voll leid!

Silberfluss3000

Halloooooooooooooooooooooooooo `

Lichtflügel

Hi

Kleefrost (Hurrikan)

Wird der Adventskalender noch am 25. zusehen sein?

Beltz-Stern

Hallo Kleefrost, ja, der Adventskalender wird auch nach Weihnachten noch einige Tage lang zu lesen sein.

Kleefrost (Hurrikan)

Danke!

Kleefrost (Hurrikan)

Ich liebe es!!!
Danke Beltzstern!!!

Silberfluss3000

Hallo bin neu hier!!!

Donnerwolke

Willkommen!

moosjunges-pfote-feuer

Ich denke, weil ja in „Dunkelste Nacht“ erst Taubenflug und dann Tiegerherz verschwinden, das er nicht mit ihr geht, dann aber merkt das er die falsche Entscheidung getroffen hat und ihr hinterher reist.

Sturmblick

Ich kann es kaum erwarten wann es rauskommt!!!

Wolkenherz

Ich frage mich ob Tigerherz mit ihr get 🤔

Löwenpfote/Feuer

Ja, er geht mit ihr steht in Dunkelste Nacht als Tigerherz und Taubenflug plötzlich verschwanden!!!!

Dunkelblitz

Ich finde es richtig Tool es wäre coll wenn man das Buch in einem Geschäft bekommen könnte

Löwenpfote/Feuer

Es kommt irgendwann 2019 als Buch raus!!!!

Donnerwolke

Wird man. Im März.

moosjunges-pfote-feuer

Ich schätze mal die Überraschung ist ein Gewinnspiel mit „Tiegerherz Schatten“ als Preis.was denkt ihr?

Donnerwolke

Das ist gut möglich. Sogar sehr wahrscheinlich.

Schwalbenjunges-pfote-flug / Erdbeerjunges

Ich frage mich, was wohl die Überraschung am 24. ist…..

Feuerherz

Endlich erwartet Taubenflug junge!!! Ich habe das so lange erwartet von ihr das sie endlich mit Tigerherz Junge bekommt!!!😂❤️

Maulbeerherz (Bones: Saphir)

Wow! Das 6. Türchen ist mega krass!!😱😱

Himmelsstreif

Hoffe, dass man das Buch am 24. gewinnen kann!

Sandsturm/pfote

Spielt Tiegerherz’Schatten Nach der 6.Staffel ?: ????????

Juniperrain

Das Buch spielt während Band 4 und 5 der sechsten Staffel.

Donnerwolke

Nein, mitten drinnen!

Glutjunges/-pfote/-mond

nö werdendessen mittendrinn

Spoiler
Aber er und Taubenflug sind noch nicht weggelaufen

Donnerwolke

Das erste Kapitel fängt da an, wo Zweigpfote und Flossenpfote aus dem Lager schleichen und Taubenflug mit Tigerherz belauschen.

Maulbeerherz (Bones: Saphir)

Nach Dunkelste Nacht 😉

Zedernpelz/stern🌳

Es spielt zwischen dunkelste Nacht und dem noch nicht erschienenen Buch Fluss aus Feuer.

Sturmblick

Oh Mann Tigerherz Schatten sind voll cool ich freue mih schon wenn das buch auskommt!!!!

SmC: Seepfote DäC: Seesturm💦

I’m too! 😆

Glutjunges/-pfote/-mond

ich auch

Nachtfeuer/-pfote🔥

Echt toll😍 Freue mich!!

Flammensturm

Das hier ist mein erster Warrior Cats Adventskalender und ich liebe ihn💖

Topasstreif

Vielleicht kann man Tigerherz‘ Schatten gewinnen.🤔

Frostwolke

oh das wäre soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo cool!

Sandsturm/pfote

Das wär cool!!!!!!!!!!! :! :! 🙂 😀 😀

Glutjunges/-pfote/-mond

glaub ich auch

Ampferschatten

Tolle Überraschung 👍😸

Sammy🐱

sooooooooo…cool
Maunz🐱🐈😺😸

thelasthope

Toll!!!! 🐱

Mauspfote

*schnurrt belustigt*
Ich habe das Buch schon auf Englisch gelesen 😆

mondpelz

😮 ich möchte auch!!!!!

Glutjunges/-pfote/-mond

wehe du spoilerst

Spoiler
;)

Frostwolke

Col das man in tigerherz schatten reinschnuppern kann!

SmC: Seepfote DäC: Seesturm💦

Finde ich auch 😉

Kleefrost (Hurrikan)

Cool, ich habe als erstes auf der Seite geschrieben!

DC:Leopardenfuß/ Bones:Mondschatten

Jaaa! Endlich wieder ein Adventskalender!!
Ach du heiliger Sternenclan, danke!😍
PS: Ich bin zurück gekommen, wie versprochen…🤫

mondpelz

ich find es total spannend😊

Kristallfeder💎

Das ist so spannend! 💎❤️🙀

Blutjunges/feder DonnerClan 💔Nachtjunges/kralle FelsenClan🌑 Nebeljunges/nacht SmaragdClan🌫 Mondjunges/feder PflanzenClan🌕 Blutstrom Bones😈

Ich bin echt jeden Tag gespannt was in den Adventskalender ist